Auf den Punkt gebracht …

Mit prägnanten Aufklebern protestieren die Studenten von “mehr als 16a” gegen die Politik der Bundesregierung zur Bekämpfung von Fluchtursachen und das aktuelle Nord-Südverhältnis.

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Der sarkastische Vergleich der Überfahrtskosten der mit Mobilität- und Bewegungsfreiheit ausgestatteten privilegierten Europäer mit denen Geflüchteter macht mit drei Zeilen und zwei Zahlen klar, dass hier etwas nicht stimmt. Die einen mit Sonnenbrille entspannt auf dem (sicheren) und komfortablen Weg in den Urlaub, die anderen bei dem verzweifelten, lebensgefährlichen Versuch in die gated community Europa zu gelangen, um Verfolgung, Krieg oder Perspektivlosigkeit zu entkommen:

“35.000 Menschen sind nach Zählungen von NGOs seit 2000 bis heute auf der Flucht nach Europa gestorben. Allein in den 6 Monaten von Januar bis Juni 2016 waren es mindestens 2.905 Menschen, die in der Hoffnung auf Schutz vor Verfolgung, Krieg und Armut, ihr Leben auf dem Mittelmeer ließen. Das sind durchschnittlich 16 Menschen am Tag.

Für ihren Tod an Europas Grenzen sind weder Naturgewalten noch Schlepperorganisationen verantwortlich. Es sind die Staats- und Regierungschef_innen der Europäischen Union, die mit ihrer Politik der „Migrationsverhinderung“ Menschen töten. Das Sterben im Mittelmeer kann sofort beendet werden. Dafür müssen nur die bestehenden Fährverbindungen über das Mittelmeer für Menschen auf der Flucht frei zugänglich sein – das sind sie aber aufgrund der Visa Pflicht nicht”: erklären die Aktivist_innen der KHG auf http://mehrals16a.blogsport.de/

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“Statt langfristige Lösungen anzudenken, setzt die Politik in Europa nach wie vor eher darauf, Migration zu verhindern, statt sie zu gestalten. […] In den Fokus rücken müssen die zentralen Ursachen von Konflikten und die Gründe, aus denen Menschen ihre Heimat verlassen […]

Ein Verständnis über die historische, politische sowie ökonomische Mitverantwortung Deutschlands und Europas bei der Bekämpfung von Fluchtursachen und erzwungener Migration ist zentral. Ob bei der Ausgestaltung von Handelsverträgen, dem Verhalten Transnationaler Konzerne, bei Klima-, Agrar- oder Rohstoffpolitik bis hin zu Waffenexporten: Europa muss sich seiner Verantwortung stellen und Flucht und Migration als das behandeln, was es ist – ein globales Phänomen, das nicht erst an den EU-Außengrenzen relevant wird”, schreibt die Friedrich Ebert Stiftung 2016

Mehr Informationen zum Waffenhandel z.B. unter: http://www.aufschrei-waffenhandel.de/

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