Mark Terkessidis

Mark Terkessidis polarisiert und rüttelt auf! Er gehört daher zu den beliebtesten keynote speakern bei Fachtagungen rund um die Migrationsgesellschaft. Was bei ihm auffällt, ist seine ehrlich und pointierte Art, Missstände und eingeschliffene Ungerechtigkeiten im “kulturellen” oder “interkulturellen” Bereich zu benennen und damit auch vor den Kopf zu stoßen.

Terkessidis ist Autor und Migrationsforscher und Journalist. Er lebt in Berlin und Köln und beschäftigt sich vor allem mit den Themen Popkultur, Migration und Rassismus. Er war Moderator beim Funkhaus Europa und hat für die taz, Tagesspiegel, Die Zeit und andere Zeitungen geschrieben. Studiert hat er Psychologie, seinen Doktor hat er im Fach Pädagogik gemacht mit einer Arbeit über „Die Banalität des Rassismus“. 1998 entwickelte er den Begriff des „rassistischen Wissens“, der Rassismus nicht als Vorurteil, sondern als Teil eines gesellschaftlichen Wertesystems beschreibt.  Zu seinen Hauptthesen gehört sein Slogan „Inter- statt Leitkultur“ oder „Herkunft ist kein Defizit“.

Terkessidis Idee, dass Deutschland eine „interkulturelle Alphabetisierung“ braucht, wird mit dem Projekt Heimatlieder aus Deutschland, das er seit 2012/2013 mit Jochen Kühling leitet, bestens bewiesen.


Publikationen

In seinem Buch Interkultur plädiert Terkessidis für eine radikale interkulturelle Öffnung. Alle Institutionen müssten darauf abgeklopft werden, ob sie Personen, egal welcher Herkunft, auch tatsächlich die gleichen Chancen auf Teilhabe einräumen. Nur so können die Potentiale einer vielfältigen Gesellschaft fruchtbar gemacht werden.

Anknüpfend an seine Überlegungen aus Interkultur entwirft Mark Terkessidis in Kollaboration eine Philosophie, die beim wütenden und suchenden Individuum ansetzt. Eine Gesellschaft der Vielfalt, so Terkessidis, kann nur funktionieren, wenn viele Stimmen gehört werden und unterschiedliche Menschen zusammenarbeiten.