Die „Mitte-Studien“ der Friedrich-Ebert-Stiftung geben alle zwei Jahre Auskunft über die Verbreitung, Entwicklung und Hintergründe rechts-extremer, menschenfeindlicher und antidemokratischer Einstellungen in Deutschland.

Die diesjährige Ausgabe unter dem Titel „Die angespannte Mitte“ blickt auf die Normalisierung des Rechtsextremismus und aktuelle Entwicklungen in Zeiten globaler Verunsicherungen.

Der Studie nach, ist die Mehrheit der Menschen in Deutschland demokratisch eingestellt und äußert Sorgen wegen des zunehmenden Rechtsextremismus. Gleichzeitig ist jedoch in der Mitte der Gesellschaft eine Normalisierung bezüglich bestimmter antidemokratischer und menschenfeindlicher Aussagen zu beobachten.

Zentrale Ergebnisse:

  1. Weniger Menschen mit rechtsextremem Weltbild als vor zwei Jahren – Offenheit für antidemokratische Orientierungen bleibt jedoch bestehen.
  2. Rechtsextremismus wird größtenteils als bedrohlich wahrgenommen – aber wer ihn verharmlost, ist selbst eher rechtsextrem eingestellt und billigt politische Gewalt.
  3. Mehrheit von Demokratie überzeugt – Zweifel an ihrem Funktionieren und ihrer Gerechtigkeit jedoch auf Höchstwert.
  4. Gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit bleibt fest in der Mitte verankert.
  5. Nützlichkeits- und Leistungslogiken verstärken antidemokratische Orientierungen – und bilden eine Brücke zu Ungleichwertigkeitsvorstellungen und rechtsextremer Ideologie.
  6. Autoritäre Erziehung und Sozialisation wirken sich auf antidemokratische Orientierungen aus.
  7. Klimaprogressive geraten unter Druck – Indifferenz, Ambivalenz und Ablehnung nehmen zu.

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Titel der Studie:; Die Angespannte Mitte