Studie zu globaler Ungleichheit

Soziale Ungleichheit nimmt weltweit dramatisch zu. Ein neuer Oxfam-Bericht zeigt: 62 Menschen besitzen inzwischen genauso viel wie die gesamte ärmere Hälfte der Weltbevölkerung – noch vor einem Jahr waren es 80.

Die aktuelle Studie “An Economy for the 99 Percent” Vermögens- und Einkommenswachstum kommen derzeit vor allem den Reichen zugute. Die ärmere Bevölkerung profitiert kaum. Diese Entwicklung betrifft uns alle: Denn Ungleichheit bedroht die Stabilität und den Zusammenhalt unserer Gesellschaften und bildet einen Nährboden für populistische Bewegungen, so Oxfam.

Ob es gelingt, weltweit Armut zu bekämpfen, hängt entscheidend davon ab, wie mit extremer sozialer Ungleichheit umgegangen wird. Eigentlich sind genug Ressourcen für alle da – sie sind nur extrem ungleich verteilt. Oxfam ruft in diesem Zusammenhang zu verschiedenen Kampagnen gegen soziale Ungleichheit auf.

Laut Oxfam braucht es als Alternative ein Wirtschaftssystem, in dem Menschen wichtiger sind als Profite. Dazu bedarf es Regierungen, die weitsichtig im Interesse des Gemeinwohls und der sozialen Menschenrechte handeln, Unternehmen, die die Anliegen der Mehrheit ihrer Angestellten in den Mittelpunkt stellen, und die – wie auch Superreiche – ihrer sozialen Verantwortung nachkommen und gerechte Steuerbeiträge zum Wohl der Gesellschaft leisten.

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